Die Wahrheit über E-Zigaretten

Die Wahrheit über E-Zigaretten

Der Inhaber des Lehrstuhls für Pharmakologie und Toxokologie an der Universität in Graz, Herr O. Uni.-Prof. Dr. Bernhard-Michael Mayer hat am 02.01.2019 ein Argumentationpapier veröffentlicht, welches die Wahrheit zu vielen Aussagen von Gegnern des Dampfens aufzeigt.

Behauptungen, mit denen Raucher verunsichert und vom Umstieg auf die E-Zigarette abgehalten werden sollen, werden hiermit durch die Karl-Franzens-Universität (Institut für Pharmazeutische Wissenschaften) mit Fakten untermauert.

Jeder Raucher sollte sich daher selbst ein Bild durch wissenschaftliche Argumente machen und nicht immer nur auf negative Berichte über E-Zigaretten in den Medien hören. Der Satz "Ich habe ja gehört, dass E-Zigaretten genauso schädlich wie Tabakzigaretten sind." sollte so langsam auch einmal aus den Köpfen vieler Leute veschwinden, weil er nicht stimmt und die Fakten anders aussehen.

Argumentationspapier (PDF)

Schädlichkeit von Nikotin

Nikotin ist ein hochpotentes Nerven- und Suchgift, das Herz und Blutgefäße schädigt, so eine der vielen negativen Aussagen, die untermauern sollen, dass die E-Zigarette genauso schädlich sei, wie die Tabakzigarette.

Prof. Dr. Mayer: "Die Wirkung als Nervengift tritt erst bei massiver Überdosierung auf, die bei Inhalierung nicht erreicht wird." Diese Aussage trifft damit sowohl für das Dampfen nikotinhaltiger Liquids, aber auch für die Tabakzigarette zu. Ähnlich wie Koffein, führt Nikotin zu einer leichten Erhhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz. "Diese Effekte sind klinisch unbedenklich, das Risiko für schwere Erkrankungen wird durch Nikotin nicht erhöht."

"Raucher sterben nicht an ihrer Abhänigigkeit sondern an den schädlichen Wirkungen der Inhaltsstoffe des Tabakrauchs." Bei der Verbrennung von Tabak werden hunderte krebserregende Substanzen gebildet, die bei der Verdampfung in einer E-Zigarette nicht entstehen.

Kurrioserweise weiß jeder Raucher wie schädlich das Rauchen ist, dennoch erhält man von ihnen sehr oft die Aussage: "E-Zigaretten sollen ja genauso schädlich sein, also kann ich auch weiter Rauchen". Obwohl bei der Tabakzigarette erwiesen ist, das man davon sterben kann, hört der Raucher lieber auf eine Halbwahrheit und verzichtet auf die E-Zigarette, die eine weniger gefährliche Alternative darstellt. Traurig oder?

Partikel im Dampf beeinträchtigen die Lungenfunktion

Noch so ein Mythos, der zum Irrglauben führt. "Im Unterschied zu Verbrennungsrauch enthält das von E-Zigaretten gebildete Aerosol (Nebel) keine festen Partikel (Teer) sondern Flüssigkeitströpfchen, die sich nicht in der Lunge ablagern können."

Selbst klinische Studien haben bewiesen, dass der Umstieg vom Rauchen auf das Dampfen die Lungenfunktion verbessert. "Die Beschaffenheit des Dampfes der E-Zigarette ist physikalisch identisch mit Aerosolen, die zur Therapie von Lungenerkrankungen eingesetzt werden.", so Prof. Dr. Mayer.

Beim Dampfen entsteht schädliches Formaldehyd

Es ist korrekt, dass bei der Verdampfung eines Liquids in der E-Zigarette geringe Mengen Formaldehyd gebildet werden. "Bei üblichen Gebrauch enthält der Dampf ähnliche Konzentrationen an Formaldehyd wie die Umgebungsluft."

Das beutet also, dass der Dampf der E-Zigarette genauso viel Formaldehyd beinhaltet, wie jeder Mensch unabdingbar über die Atemluft zu sich nimmt. Komisch denn dazu wurde bisher noch keine Warnung veröffentlicht.

Zu beachten ist hier aber die Aussage von Prof. Dr. Mayer "bei üblichen Gebrauch". Nutzen Sie die E-Zigarette z.B. mit einer viel zu hohen Leistung, die weit über der Herstellerangabe des Verdampferkopfes liegt, können sehr wohl hohe Konzentrationen schädlicher Stoffe entstehen. Dabei würde nämlich das Liquid viel zu hoch erhitzt und auch die Watte im Verdampferkopf zu kokeln beginnen. Da dies jedoch einen sehr ekligen Geschmack verursacht, ist so kein dauerhaftes Dampfen möglich.

Aromastoffe in E-Zigaretten könnten schädlich sein

Mit dem Wort "könnte" kann man ja eigentlich so fast jedes Produkt ins negative Licht rücken. Genauso "könnten" Aromastoffe die inhaliert werden aber auch vor Haarausfall, Pickeln oder Schweißfüßen schützen. Behaupten kann man ja alles, es nachzuweisen ist jedoch schwierig.

"Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich harmlose Lebensmittelaromen in gefährliche Giftstoffe verwandeln.", so Prof. Dr. Mayer.

keine Langzeitstudien zur E-Zigarette

Leider wurde erst nach Jahrzehnten erkannt, dass das Rauchen von Tabakzigaretten schädlich ist. Da Rauchen und Dampfen sehr gern in einen Topf geworfen werden, kann es ja nun genauso bei E-Zigaretten sein, so die verbreitete Meinung.

Bei der Verbrennung entstehen zahlreiche toxische Substanzen, die mit heutigen technischen Mitteln sehr einfach nachweisbar sind. Bei der Verdampfung in der E-Zigarette entstehen diese jedoch nicht, so dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Mit dem Verweis auf eine Langzeitstudie kann man ebenfalls jedes neue Produkt auf dem Markt verhindern. "Weder bei der Zulassung von Arzneimitteln noch bei der Markteinführung neuer Lebensmittel liegen jahrzehntelange Beobachtungsstudien vor."

Für die Verwendung von E-Zigaretten liegen keine Hinweise auf eine Schädlichkeit und auch keine plausiblen Gründe für die Annahme einer Schädlichkeit vor, so dass sie wie andere Produkte auf dem Markt als sicher einzustufen sind.

Passivdamfen ist schädlich

Trotz Analysen der Luft von bedampften Räumen die zeigen, dass die Konzentration von Schadstoffen unter den anerkannten Grenzen der Luftgüte liegen, hält sich dieser Mythos. "Auch das Nikotin verbleibt zu über 95% im Körper, so dass nur Spuren davon ausgeatmet werden."

Auch der Versuch, die Inhalation von Propylenglykol (PG) als gefährlich einzustufen, weil es die Atemwege reizen würde, wurde auf Antrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin durch die Europäische Chemikalienagentur im Dez. 2016 abgelehnt. Nach eingehender Prüfung konnte kein Hinweis auf eine schädliche Wirkung der Inhalation von PG festgestellt werden.

Argumentationspapier (PDF)

Fazit E-Zigarette vs. Tabakzigarette

Eine Universität in Europa, die sich wissenschaftlich mit Pharmakologie und Toxikologie auseinandersetzt, veröffentlicht ein Argumentationspapier für die Gegner des Dampfens, damit die Halbwahrheiten oder Lügen E-Zigarette endlich beseitigt werden. Das zeigt leider noch sehr deutlich, wie es um den Wissensstand über die E-Zigarette in weiten Teilen der Welt insbesondere aber in auch in Deutschland steht.

Immer noch zu viele Menschen setzen die E-Zigarette mit einer Tabakzigarette gleich, obwohl beide nichts miteinander gemein haben, außer dass sie beide in die Lunge inhaliert werden und Nikotin enthalten können. Während der Glimmstengel Feststoffe verbrennt und schädliche Substanzen freisetzt, verdampft die E-Zigarette eine Flüssigkeit ohne Feststoffe und ohne einen Nachweis für Schädlichkeit.


Weiterführende Informationen finden Sie auch auf folgenden Internetseiten: