Rechtliches zu E-Liquids
Für E-Liquids gelten in Deutschland und der Europäischen Union zahlreiche gesetzliche Vorgaben. Sie betreffen unter anderem die maximale Nikotinstärke, die Flaschengröße, die Kennzeichnung, die Registrierung neuer Produkte sowie die Liquidsteuer. Auf dieser Seite erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Regelungen.
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Gesetzliche Grundlagen
Die gesetzlichen Anforderungen für E-Liquids basieren insbesondere auf der europäischen Tabakproduktrichtlinie (TPD2) sowie dem deutschen Tabakerzeugnisgesetz. Hersteller und Händler müssen umfangreiche Vorgaben erfüllen, bevor ein Produkt verkauft werden darf.
Zu den wichtigsten Vorschriften gehören:
- Maximal 20 mg/ml Nikotin bei nikotinhaltigen Liquids.
- Nikotinhaltige Liquids und Basen dürfen ausschließlich in Flaschen bis 10 ml verkauft werden.
- Neue Produkte müssen vor der Markteinführung registriert werden.
- Verpackungen müssen kinder- und auslaufsicher sein.
- Warnhinweise und gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungen sind verpflichtend.
- Es dürfen ausschließlich zugelassene Inhaltsstoffe verwendet werden.
Weitere Informationen zu Jugendschutz, Dampfen in der Öffentlichkeit oder allgemeinen gesetzlichen Regelungen finden Sie auf unserer Übersichtsseite Gesetzlichkeiten der E-Zigarette.
Warum gibt es die 10-ml-Regelung?
Nikotinhaltige E-Liquids und nikotinhaltige Basen dürfen ausschließlich in Flaschen mit maximal 10 ml Inhalt verkauft werden. Diese Vorgabe wurde im Rahmen der europäischen Tabakproduktrichtlinie eingeführt und gilt in allen EU-Mitgliedstaaten.
Die Begrenzung auf 10 ml gilt ausschließlich für nikotinhaltige Liquids und Basen. Nikotinfreie Liquids, Basen und Aromen dürfen weiterhin auch in größeren Gebinden verkauft werden.
Warum sind maximal 20 mg/ml Nikotin erlaubt?
Für nikotinhaltige E-Liquids und Nikotinshots gilt innerhalb der Europäischen Union eine gesetzliche Höchstgrenze von 20 mg/ml und gilt für alle nikotinhaltigen E-Liquids sowie Nikotinshots, die innerhalb der Europäischen Union verkauft werden.
Höhere Nikotinkonzentrationen dürfen im regulären Handel nicht angeboten werden.
Kennzeichnung und Registrierung
Jedes E-Liquid muss verschiedene gesetzliche Anforderungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem eine eindeutige Kennzeichnung, Warnhinweise sowie eine Registrierung vor der Markteinführung.
| Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|
| Warnhinweise | Gesetzlich vorgeschriebene Hinweise auf nikotinhaltigen Produkten. |
| Chargennummer | Dient der eindeutigen Rückverfolgbarkeit eines Produkts. |
| UFI-Nummer | Erforderlich für die Meldung bei Giftinformationszentren. |
| Beipackzettel | Informationen zu Anwendung, Lagerung und Sicherheit. |
| Kindersicherer Verschluss | Schützt vor unbeabsichtigtem Öffnen durch Kinder. |
Neue Liquids müssen vor ihrer Markteinführung bei den zuständigen Behörden angemeldet und registriert werden. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens dürfen sie verkauft werden.
Warum gibt es die Liquidsteuer?
Seit dem 1. Juli 2022 unterliegen E-Liquids in Deutschland einer zusätzlichen Verbrauchsteuer. Diese betrifft alle Flüssigkeiten für E-Zigaretten, nikotinhaltige und auch nikotinfreie Liquids sowie Basen, Nikotinshots und Aromen.
Entwicklung der Liquidsteuer in Deutschland
| Seit | Liquidsteuer pro 10-ml-Flasche |
|---|---|
| 01.07.2022 | 1,60 € |
| 01.01.2024 | 2,00 € |
| 01.01.2025 | 2,60 € |
| Seit 01.01.2026 | 3,20 € |
Die Liquidsteuer wird zusätzlich zur gesetzlichen Mehrwertsteuer erhoben und betrifft alle Flüssigkeiten für E-Zigaretten.
Stand: Juli 2026. Maßgeblich sind die jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften.
Häufige Fragen zum Liquidrecht
Warum gibt es nikotinhaltige Liquids nur in 10-ml-Flaschen?
Die maximale Flaschengröße von 10 ml für nikotinhaltige Liquids wurde durch die europäische Tabakproduktrichtlinie (TPD2) festgelegt.
Warum sind maximal 20 mg/ml Nikotin erlaubt?
Die Obergrenze von 20 mg/ml gilt europaweit und soll für ein einheitliches Regelwerk innerhalb der Europäischen Union sorgen.
Sind auch nikotinfreie Liquids betroffen?
Ja. Auch für nikotinfreie Liquids gelten verschiedene Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten. Die 10-ml-Regelung betrifft jedoch ausschließlich nikotinhaltige Produkte.
Warum müssen Liquids registriert werden?
Hersteller müssen neue Produkte vor ihrer Markteinführung bei den zuständigen Behörden anmelden. Erst nach Ablauf der gesetzlichen Fristen dürfen sie verkauft werden.
Warum sind Aromen ebenfalls gesetzlich geregelt?
Auch Aromen für E-Zigaretten unterliegen gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Kennzeichnung und Registrierung. Zusätzlich dürfen nur zugelassene Inhaltsstoffe verwendet werden.
Warum sind Liquids heute teurer als früher?
Ein wesentlicher Grund ist die seit 2022 erhobene Liquidsteuer, die zusätzlich zur Mehrwertsteuer anfällt und die Preise vieler Produkte erhöht hat.
Weiterführende Informationen
Wenn Sie mehr über E-Liquids erfahren möchten, finden Sie in unserem Einsteiger-Portal weitere Informationen zu Inhaltsstoffen, Nikotin, Lagerung und dem Selbstmischen von Liquids.
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