Entladestrom und Lastgrenzen von E-Zigaretten-Akkus einfach erklärt
Wer eine E-Zigarette mit wechselbaren Akkuzellen verwendet, stößt früher oder später auf Begriffe wie Entladestrom, Lastgrenze oder Ampere (A). Gerade Einsteiger fragen sich häufig, welche Bedeutung diese Werte haben und ob sie beim Dampfen überhaupt eine Rolle spielen.
Die gute Nachricht: Bei den meisten modernen, geregelten Akkuträgern übernehmen zahlreiche Schutzfunktionen einen großen Teil der Arbeit. Trotzdem sollten Sie die wichtigsten Grundlagen kennen – insbesondere dann, wenn Sie leistungsstärkere Geräte oder wechselbare Akkuzellen verwenden.
Bei einfachen Pod-Systemen mit fest integriertem Akku müssen Sie sich in der Regel keine Gedanken über den Entladestrom machen. Dieses Thema betrifft hauptsächlich geregelte Akkuträger mit wechselbaren Akkuzellen.
In diesem Ratgeber erklären wir verständlich, was der Entladestrom bedeutet, warum Lastgrenzen wichtig sind und wie Sie den passenden Akku für Ihre E-Zigarette auswählen.
1. Was bedeutet Entladestrom?
Der Entladestrom gibt an, wie viel Strom ein Akku sicher abgeben kann. Angegeben wird dieser Wert in Ampere (A). Je höher die eingestellte Leistung Ihrer E-Zigarette ist, desto mehr Strom muss der Akku liefern.
Wird die zulässige Lastgrenze eines Akkus dauerhaft überschritten, kann sich dieser stark erwärmen. Moderne Akkuträger verfügen zwar über verschiedene Schutzmechanismen, dennoch sollte immer eine geeignete Akkuzelle verwendet werden.
Die Kapazität eines Akkus (mAh) sagt nichts darüber aus, wie hoch der mögliche Entladestrom ist. Ein Akku mit vielen mAh bietet in erster Linie eine längere Laufzeit – nicht automatisch eine höhere Belastbarkeit.
2. Wie hängen Watt, Volt und Ampere zusammen?
Die Leistung einer E-Zigarette wird in Watt (W) eingestellt. Damit diese Leistung bereitgestellt werden kann, muss der Akku einen entsprechenden Strom liefern.
Als einfache Faustformel gilt:
Da geregelte Akkuträger den Akku nicht bis zur vollständigen Entladung nutzen und zusätzlich geringe Verluste durch die Elektronik entstehen, wird häufig mit einer Spannung von etwa 2,8 Volt gerechnet. So lässt sich der benötigte Entladestrom realistisch abschätzen.
Beispiele:
| Leistung | Benötigter Strom (ca.) |
|---|---|
| 20 Watt | ca. 7 Ampere |
| 35 Watt | ca. 12,5 Ampere |
| 50 Watt | ca. 18 Ampere |
| 100 Watt | ca. 36 Ampere* |
*Bei Akkuträgern mit zwei Akkuzellen verteilt sich die Belastung auf beide Akkus.
Wenn Sie den benötigten Entladestrom berechnen möchten, können Sie dafür auch unseren Ampere-Rechner verwenden.
3. Welche Akkus eignen sich für welche Leistung?
Je höher die eingestellte Leistung Ihrer E-Zigarette ist, desto stärker wird der Akku belastet. Deshalb sollte die verwendete Akkuzelle immer über einen ausreichend hohen maximalen Entladestrom verfügen.
Für viele geregelte Akkuträger im Leistungsbereich bis etwa 50 Watt reichen hochwertige Akkuzellen mit einer passenden Belastbarkeit problemlos aus. Steigen Sie in deutlich höhere Leistungsbereiche ein, kommen häufig Akkuträger mit zwei oder mehr Akkuzellen zum Einsatz. Dadurch verteilt sich die benötigte Stromstärke auf mehrere Akkus.
Bei einem Akkuträger mit zwei identischen Akkuzellen wird die Belastung auf beide Akkus verteilt. Dadurch muss jede einzelne Akkuzelle weniger Strom liefern als bei einem Gerät mit nur einer Akkuzelle.
Entscheidend ist dabei nicht nur die maximale Leistung des Akkuträgers, sondern auch die Belastbarkeit der verwendeten Akkus.
4. Warum sind hochwertige Akkuzellen so wichtig?
Nicht jede Akkuzelle eignet sich gleichermaßen für leistungsstarke E-Zigaretten. Hochwertige Markenakkus besitzen klar definierte technische Daten und sind für bestimmte maximale Dauerbelastungen ausgelegt.
Billige oder falsch deklarierte Akkus können dagegen deutlich geringere Sicherheitsreserven besitzen. Deshalb sollten ausschließlich Akkuzellen verwendet werden, deren technische Daten zuverlässig bekannt sind.
Verwenden Sie ausschließlich hochwertige Akkuzellen von bekannten Herstellern und überschreiten Sie niemals den vom Hersteller angegebenen maximalen Dauerentladestrom.
5. Wichtige Sicherheitshinweise
Moderne Akkuträger verfügen über zahlreiche Schutzfunktionen, beispielsweise gegen Kurzschluss, Tiefentladung oder Überhitzung. Diese Schutzmechanismen ersetzen jedoch keinen sorgfältigen Umgang mit Akkuzellen.
Beachten Sie deshalb folgende Hinweise:
- Beschädigte Akkus niemals weiterverwenden.
- Beschädigte oder eingerissene Schrumpfschläuche (Wraps) sollten ersetzt werden.
- Akkus niemals lose zusammen mit Schlüsseln oder Münzen transportieren.
- Verwenden Sie nach Möglichkeit geeignete Transportboxen für einzelne Akkuzellen.
- Laden Sie Akkuzellen möglichst mit einem geeigneten Ladegerät oder entsprechend den Herstellerangaben.
- Verwenden Sie in Mehrfach-Akkuträgern möglichst immer identische Akkuzellen gleichen Alters und Ladezustands.
Kontrollieren Sie Ihre Akkuzellen regelmäßig auf Beschädigungen. Bereits ein beschädigter Schrumpfschlauch kann zu einem Kurzschluss führen und sollte vor der weiteren Verwendung erneuert werden.
6. Was bedeuten mAh und Ampere?
Diese beiden Angaben werden häufig miteinander verwechselt, beschreiben aber unterschiedliche Eigenschaften eines Akkus.
| Angabe | Bedeutung |
|---|---|
| mAh (Milliamperestunden) | Beschreibt die Kapazität des Akkus und damit die mögliche Laufzeit. |
| A (Ampere) | Beschreibt den maximal zulässigen Entladestrom beziehungsweise die Belastbarkeit des Akkus. |
Mehr mAh bedeuten nicht automatisch einen leistungsstärkeren Akku. Für die sichere Nutzung leistungsstarker E-Zigaretten ist vor allem der zulässige Entladestrom entscheidend.
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FAQ – Häufige Fragen zu Entladestrom und Lastgrenzen
Was bedeutet Entladestrom?
Der Entladestrom gibt an, wie viel Strom eine Akkuzelle sicher abgeben kann. Angegeben wird dieser Wert in Ampere (A). Je höher die Leistung Ihrer E-Zigarette, desto stärker wird der Akku belastet.
Ist der mAh-Wert dasselbe wie Ampere?
Nein. Die Angabe in mAh beschreibt die Kapazität und damit die mögliche Laufzeit eines Akkus. Die Angabe in Ampere (A) beschreibt dagegen, wie hoch der zulässige Entladestrom beziehungsweise die Belastbarkeit der Akkuzelle ist.
Benötige ich bei einem Pod-System Kenntnisse über den Entladestrom?
In der Regel nicht. Moderne Pod-Systeme besitzen meist einen fest integrierten Akku und sind mit verschiedenen Schutzfunktionen ausgestattet. Das Thema Entladestrom ist hauptsächlich bei Geräten mit wechselbaren Akkuzellen relevant.
Warum verwenden leistungsstarke Akkuträger oft zwei Akkuzellen?
Durch zwei oder mehr Akkuzellen verteilt sich die benötigte Stromstärke auf mehrere Akkus. Dadurch wird jede einzelne Akkuzelle geringer belastet, was insbesondere bei höheren Leistungen sinnvoll ist.
Kann ich unterschiedliche Akkus gemeinsam verwenden?
Bei Akkuträgern mit mehreren Akkuzellen sollten möglichst immer identische Akkus desselben Herstellers, gleichen Alters und ähnlichen Ladezustands gemeinsam verwendet werden. Das sorgt für eine gleichmäßige Belastung.
Wann sollte eine Akkuzelle ersetzt werden?
Beschädigte Akkus oder Akkuzellen mit eingerissenem Schrumpfschlauch sollten nicht weiterverwendet werden. Auch bei deutlich nachlassender Leistung oder sichtbaren Beschädigungen empfiehlt sich ein Austausch.
Fazit
Der Entladestrom gehört zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen einer Akkuzelle. Während sich Nutzer moderner Pod-Systeme darüber meist keine Gedanken machen müssen, sollten Besitzer von Akkuträgern mit wechselbaren Akkus die Belastbarkeit ihrer Akkuzellen kennen und ausschließlich geeignete Akkus verwenden.
Achten Sie auf hochwertige Akkuzellen, überschreiten Sie niemals den maximal zulässigen Dauerentladestrom und verwenden Sie bei Geräten mit mehreren Akkus möglichst identische Akkuzellen. Zusammen mit den Schutzfunktionen moderner Akkuträger sorgt dies für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb Ihrer E-Zigarette.