Wie schädlich sind E-Zigaretten?
E-Zigaretten sind nicht risikofrei. Für erwachsene Raucher ist der vollständige Umstieg nach aktuellem Kenntnisstand jedoch voraussichtlich deutlich weniger schädlich als das Weiterrauchen von Tabakzigaretten. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei einer E-Zigarette kein Tabak verbrannt wird.
Beim Dampfen entsteht dennoch ein Aerosol, das Nikotin, Partikel und weitere gesundheitlich bedenkliche Stoffe enthalten kann. Welche Stoffe auftreten, hängt unter anderem vom Liquid, vom Gerät, von der Leistung und von der sachgemäßen Verwendung ab. Langfristige gesundheitliche Folgen werden weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand gilt der vollständige Umstieg von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette für erwachsene Raucher als deutlich weniger schädlich als das Weiterrauchen. Ursache ist vor allem, dass bei E-Zigaretten kein Tabak verbrannt wird. Dennoch sind E-Zigaretten nicht risikofrei und eignen sich nicht für Nichtraucher.
Dieser Ratgeber richtet sich an erwachsene Raucher. E-Zigaretten sind nicht für Nichtraucher, Minderjährige, Schwangere oder Stillende geeignet. Nikotin macht abhängig.
Verbrennung und Verdampfung: der entscheidende Unterschied
Bei einer Tabakzigarette wird Tabak verbrannt. Dabei entstehen Rauch und zahlreiche Verbrennungsprodukte. Zu den typischen Bestandteilen des Zigarettenrauchs gehören unter anderem Kohlenmonoxid, Tabakteer und zahlreiche weitere gesundheitsschädliche Stoffe.
Eine E-Zigarette verbrennt dagegen keinen Tabak. Ein Heizelement erwärmt das Liquid, sodass ein Aerosol entsteht, das anschließend eingeatmet wird. Deshalb fehlen viele Schadstoffe, die unmittelbar durch die Verbrennung von Tabak entstehen, oder sie treten in deutlich geringeren Mengen auf.
Das bedeutet jedoch nicht, dass der Dampf beziehungsweise das Aerosol einer E-Zigarette harmlos ist. Auch beim Erhitzen eines Liquids können gesundheitlich bedenkliche Stoffe freigesetzt oder neu gebildet werden.
Der Verzicht auf die Tabakverbrennung ist der wichtigste Grund dafür, dass E-Zigaretten für erwachsene Raucher voraussichtlich weniger schädlich sind als Tabakzigaretten. Risikofrei sind sie dennoch nicht.
Welche Stoffe enthält das Aerosol einer E-Zigarette?
Liquids bestehen üblicherweise aus Propylenglykol, pflanzlichem Glycerin und Aromastoffen. Nikotinhaltige Liquids enthalten zusätzlich Nikotin. Abhängig vom Produkt können weitere Zusatzstoffe enthalten sein.
Beim Erhitzen entsteht aus dem Liquid ein Aerosol. Dieses kann unter anderem folgende Stoffgruppen enthalten:
- Propylenglykol und pflanzliches Glycerin
- Aromastoffe und gegebenenfalls Kühlstoffe
- Nikotin bei nikotinhaltigen Liquids
- feine und ultrafeine Partikel
- beim Erhitzen entstehende Abbauprodukte
- mögliche Verunreinigungen
- Spuren von Metallen aus Coil oder Gerät
Welche Stoffe in welcher Konzentration auftreten, hängt vom Liquid, vom verwendeten Gerät, der eingestellten Leistung, dem Zustand der Coil und dem Zugverhalten ab. Besonders eine zu hohe Leistung oder eine unzureichende Liquidversorgung kann die Bildung unerwünschter Erhitzungsprodukte begünstigen.
Auch nikotinfreie Liquids sind deshalb nicht automatisch gesundheitlich unbedenklich. Zwar entfällt das Nikotin, die übrigen Bestandteile des Aerosols werden jedoch weiterhin eingeatmet.
Was sagt die Wissenschaft?
Die gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten werden seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht. Nach aktuellem Kenntnisstand unterscheiden sich die beim Dampfen entstehenden Stoffe deutlich von den Verbrennungsprodukten einer Tabakzigarette.
Viele Fachinstitutionen weisen darauf hin, dass durch den Verzicht auf die Tabakverbrennung zahlreiche Schadstoffe, die typischerweise im Zigarettenrauch entstehen, beim Dampfen nicht oder nur in deutlich geringeren Mengen auftreten können. Gleichzeitig wird betont, dass E-Zigaretten nicht als risikofrei gelten und insbesondere Langzeitfolgen weiterhin erforscht werden.
Der wissenschaftliche Kenntnisstand entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue Studien können bestehende Erkenntnisse ergänzen oder präzisieren. Aussagen zur Schädlichkeit sollten deshalb immer im Zusammenhang mit dem aktuellen Forschungsstand betrachtet werden.
Für erwachsene Raucher, die vollständig von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette umsteigen, sehen verschiedene Gesundheitsbehörden den Wegfall der Tabakverbrennung als einen wesentlichen Unterschied. Gleichzeitig wird Nichtrauchern ausdrücklich davon abgeraten, mit dem Dampfen zu beginnen.
Ist Dampfen weniger schädlich als Rauchen?
Diese Frage wird häufig gestellt und lässt sich nach heutigem Kenntnisstand differenziert beantworten. E-Zigaretten sind nicht harmlos, unterscheiden sich aber grundlegend von Tabakzigaretten, weil kein Tabak verbrannt wird.
Gerade bei der Verbrennung von Tabak entstehen zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe. Da dieser Verbrennungsprozess beim Dampfen entfällt, enthält das Aerosol einer E-Zigarette deutlich weniger Schadstoffe als Zigarettenrauch. Fachinstitutionen bewerten dies als den wichtigsten Unterschied zwischen beiden Produkten.
Der mögliche gesundheitliche Vorteil entsteht jedoch vor allem dann, wenn erwachsene Raucher vollständig auf die E-Zigarette umsteigen. Wer zusätzlich weiterhin Tabakzigaretten raucht, bleibt auch den Schadstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt.
Weniger Zigaretten zu rauchen ist grundsätzlich sinnvoll. Das größte Potenzial zur Verringerung der Schadstoffbelastung besteht jedoch darin, Tabakzigaretten vollständig durch die E-Zigarette zu ersetzen.
Auch nach einem vollständigen Umstieg gilt: E-Zigaretten sind nicht risikofrei. Langfristige gesundheitliche Auswirkungen werden weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Welche Rolle spielt Nikotin?
Nikotin ist der Stoff, der hauptsächlich für die Abhängigkeit verantwortlich ist. Es kann unter anderem Herzfrequenz und Blutdruck beeinflussen und ist deshalb insbesondere für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende problematisch.
Für erwachsene Raucher ist jedoch wichtig zu unterscheiden: Ein großer Teil der schweren gesundheitlichen Folgen des Rauchens wird mit den zahlreichen Stoffen in Verbindung gebracht, die bei der Verbrennung von Tabak entstehen – nicht allein mit dem Nikotin.
Auch nikotinfreie Liquids sind deshalb nicht automatisch unbedenklich. Zwar entfällt das Nikotin, das Aerosol enthält jedoch weiterhin andere Stoffe, die eingeatmet werden.
Welche Nikotinstärke für den Umstieg sinnvoll sein kann und worauf Sie bei klassischem Nikotin oder Nikotinsalz achten sollten, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zur passenden Nikotinstärke.
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Belastung durch Passivdampf
Beim Dampfen entsteht kein Tabakrauch, sondern ein Aerosol. Dieses unterscheidet sich deutlich vom Rauch einer Tabakzigarette, kann jedoch ebenfalls Nikotin, feine Partikel und weitere Stoffe enthalten, die an die Umgebungsluft abgegeben werden.
Nach aktuellem Kenntnisstand ist die Belastung für Dritte in der Regel geringer als durch Tabakrauch. Dennoch sollten E-Zigaretten insbesondere in geschlossenen Räumen sowie in der Nähe von Kindern, Schwangeren und empfindlichen Personen möglichst nicht verwendet werden.
Auch wenn beim Dampfen kein Tabak verbrannt wird, ist rücksichtsvolles Verhalten sinnvoll. In vielen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln oder am Arbeitsplatz gelten zudem dieselben Regeln wie für das Rauchen.
Risiken und falsche Anwendung
Auch bei sachgemäßer Nutzung gelten E-Zigaretten nicht als risikofrei. Welche Stoffe beim Dampfen entstehen, hängt unter anderem vom Gerät, vom Liquid, der eingestellten Leistung und dem Zustand der Coil ab.
Zusätzliche Risiken können durch eine falsche Anwendung entstehen. Beachten Sie deshalb insbesondere folgende Hinweise:
- Verwenden Sie ausschließlich Liquids, die für E-Zigaretten vorgesehen sind.
- Kaufen Sie Geräte, Akkus und Liquids möglichst bei seriösen Fachhändlern.
- Wechseln Sie den Verdampferkopf rechtzeitig, wenn Geschmack oder Dampfentwicklung nachlassen.
- Betreiben Sie den Coil ausschließlich im vom Hersteller empfohlenen Leistungsbereich.
- Vermeiden Sie sogenannte Dry Hits, indem Sie Tank oder Pod niemals vollständig leer dampfen.
- Beschädigte Akkus oder Akkuzellen sollten nicht weiterverwendet werden.
Mit einer sachgemäßen Nutzung lassen sich viele typische Anwendungsfehler vermeiden und die Bildung unerwünschter Erhitzungsprodukte reduzieren.
Verdampferkopf wechseln » Einsteigerfehler vermeiden »
Für wen sind E-Zigaretten ungeeignet?
E-Zigaretten richten sich ausschließlich an erwachsene Raucher. Für Kinder und Jugendliche sind Verkauf und Abgabe gesetzlich verboten.
Auch Nichtraucher sollten nicht mit dem Dampfen beginnen. Schwangeren und Stillenden wird von nikotinhaltigen Produkten grundsätzlich abgeraten.
Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder anderen relevanten Vorerkrankungen sollten vor der Verwendung einer E-Zigarette ärztlichen Rat einholen. Das gilt insbesondere bei nikotinhaltigen Liquids.
E-Zigaretten sind kein Lifestyle-Produkt für Nichtraucher. Sie werden vor allem als Alternative für erwachsene Raucher betrachtet, die vollständig auf Tabakzigaretten verzichten möchten.
FAQ – Häufige Fragen zur Schädlichkeit von E-Zigaretten
Sind E-Zigaretten schädlich?
Ja. Nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand sind E-Zigaretten nicht risikofrei. Da jedoch kein Tabak verbrannt wird, unterscheiden sie sich deutlich von klassischen Tabakzigaretten und weisen ein anderes Risikoprofil auf.
Ist Dampfen weniger schädlich als Rauchen?
Für erwachsene Raucher gilt der vollständige Umstieg auf die E-Zigarette nach heutigem Kenntnisstand als voraussichtlich deutlich weniger schädlich als das Weiterrauchen von Tabakzigaretten. Der gesundheitliche Vorteil entsteht vor allem dann, wenn vollständig auf Tabakzigaretten verzichtet wird.
Entstehen beim Dampfen Teer oder Kohlenmonoxid?
Da bei einer E-Zigarette kein Tabak verbrannt wird, entstehen die für Tabakrauch typischen Verbrennungsprodukte wie Tabakteer nicht. Auch die Kohlenmonoxidbelastung unterscheidet sich deutlich von der einer Tabakzigarette. Das Aerosol kann jedoch andere gesundheitlich bedenkliche Stoffe enthalten.
Ist eine nikotinfreie E-Zigarette harmlos?
Nein. Auch nikotinfreie Liquids erzeugen beim Dampfen ein Aerosol, das verschiedene Stoffe enthält. Zwar entfällt das Nikotin, risikofrei ist das Dampfen deshalb dennoch nicht.
Ist Passivdampf schädlich?
Beim Dampfen entsteht kein Tabakrauch, sondern ein Aerosol. Die Belastung für Dritte gilt nach aktuellem Kenntnisstand zwar als geringer als bei Tabakrauch, dennoch sollten Kinder, Schwangere und empfindliche Personen dem Aerosol möglichst nicht ausgesetzt werden.
Sind Langzeitfolgen bereits bekannt?
Da E-Zigaretten noch nicht so lange verbreitet sind wie Tabakzigaretten, werden mögliche Langzeitfolgen weiterhin wissenschaftlich untersucht. Mit zunehmender Studiendauer verbessert sich der Kenntnisstand kontinuierlich.
Für wen sind E-Zigaretten nicht geeignet?
E-Zigaretten richten sich ausschließlich an erwachsene Raucher. Kinder, Jugendliche, Nichtraucher sowie Schwangere und Stillende sollten keine E-Zigaretten verwenden. Bei bestehenden Erkrankungen empfiehlt sich eine ärztliche Beratung.
Fazit
E-Zigaretten sind nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht risikofrei. Der entscheidende Unterschied zur Tabakzigarette besteht jedoch darin, dass kein Tabak verbrannt wird. Dadurch entstehen deutlich weniger der für Zigarettenrauch typischen Verbrennungsprodukte.
Für erwachsene Raucher, die vollständig auf die E-Zigarette umsteigen, gilt das Dampfen deshalb nach heutigem Kenntnisstand als voraussichtlich deutlich weniger schädlich als das Weiterrauchen von Tabakzigaretten. Dieser mögliche gesundheitliche Vorteil setzt jedoch voraus, dass Tabakzigaretten möglichst vollständig ersetzt werden.
Auch beim Dampfen können gesundheitlich bedenkliche Stoffe aufgenommen werden. Deshalb sollten E-Zigaretten ausschließlich sachgemäß verwendet werden und sind weder für Nichtraucher noch für Minderjährige geeignet. Da sich der wissenschaftliche Kenntnisstand kontinuierlich weiterentwickelt, wird auch die Bewertung möglicher Langzeitfolgen laufend angepasst.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Der wissenschaftliche Kenntnisstand zu E-Zigaretten entwickelt sich kontinuierlich weiter. Wir überprüfen und aktualisieren diesen Beitrag regelmäßig.